Als ich kürzlich einen neuen Smoothieladen, Mad about Juice am Mühlenkamp in Hamburg ausprobierte, ist mir als Breiliebende ein Anschrieb an der Tafel mit den Snackangeboten ganz besonders ins Auge gestochen: BOWL. AçAI BOWL.
Zuhause machte ich mich ans Recherchieren und wurde mir nach und nach bewusst, was für einen Trend ich hier (fast) verschlafen habe. Der kalte Fruchtbrei, den man auch als Smoothie zum Löffeln beschreiben könnte, ist ein kleines Energiebündel und schon längst von sämtlichen Foodbloggern unter dem Hashtag #breakfastbowl albgefrühstückt 😉
Die kleine dunkelviolette Wunderbeere, die den Stoffwechsel ankurbelt und voller Antioxidantien steckt, kommt aus den Regenwäldern Brasiliens und dient den dortigen Ureinwohnern als Grundnahrungsmittel.
Amerikanische Surfer entdeckten schließlich die beeindruckende und energiespendende Wirkung der Beere und brachten sie mit nach Kalifornien. Von dort aus startetet die „weinende Frucht“, wie sie von den Amazonasvölkern genannt wird, ihren Euphorie-Feldzug Richtung Europa- bis zur Perle an der Elbe 🙂
Nach dieser Erkenntnis stand natürlich sofort fest: Brei und Brief muss nachlegen! Schnell war der Vorrat an Chia-Samen aufgestockt, Açai Pulver bestellt, allerhand Leckereien fürs Topping zusammengesucht sowie gefrorene Beeren und Bananen gekauft und der Mixer angeworfen.
Das Rezept für meine Lieblings-Açai Bowl findet ihr als „Marie – Die fruchtig-frische“ in der Rubrik „Dein Brei“.
Was ich sonst noch so gelernt habe:
- Die Bezeichnung des Behältnis „Bowl“ ist sexier als der Inhalt „Brei“ und schreckt unerfahrene Breigourmets weniger ab.
- Açai Bowls sind definitiv eher was für kalifornische Temperaturen! Die kalte Breifruchtbombe erfrischt am Morgen und macht munter, aber im Winter ist ein schönes Porridge doch noch feiner, finde ich.
- Weitere Cafés zum Breischlemmen in Hamburg gibt’s hier: http://blonde.de/kultur/acai-bowls-und-chia-pudding-gesundes-fruehstueck-in-hamburg
