Wir alle haben dieses Sprichwort sicher schon einmal benutzt und kennen seine Bedeutung. Aber erst, als mich ein Kollege darauf aufmerksam machte, stellte ich mir die Frage, was es eigentlich mit dem Brei darin auf sich hat… Das englische Pendant „to pussyfoot around“ lässt leicht erkennen, dass es hier um etwas Anderes geht, als um den Brei an sich.
Der Brei ist also nur ein Mittel zum Zweck, um eine bestimmte Botschaft zu übermitteln. Und wenn man sich die bekannte Abwandlung der Redewendung „Wie die Katze um den heißen Brei schleichen“ anschaut, dann könnte man den Brei strenggenommen auch einfach durch Milch ersetzen. Ernüchternd.
Denn es ist ja so: Der Brei /die Milch ist der Katze noch zu heiß, als das sie ihn gerne schlabbern wollen würde. Die Sache ist ihr einfach zu riskant, sie drückt sich davor zur Tat zu schreiten, weil sie befürchtet, sich die Schnurrhaare zu verbrennen. Wenn wir also um den heißen Brei herumreden, was wir sicher alle schonmal getan haben, dann drücken wir uns davor eine unangenehme, heikle Sache anzusprechen.
Also gibt es gar keinen Zusammenhang zum Brei?
Doch, denk ich mir, denn wenn jemand einfach nicht zu Potte kommt, eine bestimmte Sache partout nicht herausrücken mag, das kann einen schonmal zum Kochen bringen – wie einen Brei, den man zu lange auf dem Herd hat stehen lassen.
Ah jetzt ja!
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Die „Falk’sche Fragestunde“ ist ein neues Format, welches ich ab jetzt gerne in meinen Blog integrieren möchte und in welchem ich immer wieder Fragen, die vielleicht auch nur im Entferntesten mit dem eigentlichen Thema Brei (oder Brief) zu tun haben, versuchen möchte zu beantworten. Die Rubrik ist einem lieben Kollegen (M. Falk) gewidmet, stellvertretend für all diejenigen, die mich zu immer neuen Themen auf diesem Blog inspirieren und mich ermutigen, niemals aufzuhören (bescheuerte) Fragen zu stellen.