Der Herbstwind hat unser Zelt zum Einsturz gebracht.
Ich dachte, es wäre ein Tempel. Ein Tempel mit festem Fundament?!
Gebaut von uns beiden zwischen den Hügeln der Stadt.
Ein Ort der Leichtigkeit, an dem Augen funkeln und die Seele tanzt.
Ein Ort der schöpferischen Kraft, an dem wir Dichter und Liebende sind.
Ein Ort des Friedens, an dem kein Platz ist für Sorge und Schmerz.
Diesen Ort gibt es nicht mehr.
Kaum waren die langen Tage Geschichte, warst es auch du.
Nur ein Moment, kaum ein Sturm, mehr eine Böhe, brachte die Dunkelheit.
Wenn der Wind sich dreht, kehrst dann auch du zurück?
Mein Feuer ist noch längst nicht erloschen.
Es kann uns im Winter wärmen –
wenn wir den Tempel aus den Trümmern zerbrochener Herzen wieder errichten…
