Ich bin wirklich dankbar dafür, dass es in meinem Umfeld so hinreißende Menschen gibt, die mich ab und zu daran erinnern, dass man hin und wieder einmal Abstand gewinnen sollte vom Alltagsgehetze und sich stattdessen wieder Herzensprojekten zuwendet. Dass es wichtig ist, sich mal wieder zu öffnen für Inspiration aus dem Umfeld, und sich einfach treiben zu lassen, um zu schauen, wo man landet, um dann festzustellen, dass alle Wege (mich) zu diesem Blog führen.
Kürzlich erwähnte ein Mitläufer beim Intervalltraining bei gefühlt Runde 34 auf der Aschenbahn im Gespräch (ja, wir bemühen uns auch um gehaltvolle Konversation während wir 90 Minuten lang im Kreis rennen…) die Redensart „Zu viele Köche verderben den Brei“.
Nach diesem Sprichwort kommt nichts Gutes dabei heraus, wenn sich zu viele Personen um ein und dieselbe Sache kümmern. Es wird darüber gefachsimpelt, bildlich gesprochen jetzt, wie viel Zucker der Brei denn wohl verträgt (bis er viel zu süß ist), wie lange er denn nun noch kochen sollte (bis er verbrennt) und welche Früchte man noch hinzugeben sollte (ohne einen Kompromiss zu finden). Das Ergebnis ist ein maximal verkochter Zuckerfruchtklumpen, dem es wirklich gutgetan hätte, wenn nur ein Breiexperte das Zepter (oder den Löffel) in die Hand genommen hätte.
In meinem Fall hatten wohl mehrere Personen unabhängig voneinander eine klare Vorstellung davon, dass sie mich (den Brei) mal ganz dringend vom Herd nehmen sollten, um mich eine kleine, feine Weile ruhen zu lassen. Das Resultat ist kein hoffnungsloser Zuckerfruchtklumpen, sondern ein herrlich unsinniger Beitrag, der mich gerade sehr glücklich stimmt!
Daher bleib ich dabei: Lieber zu viele Köche als gar keinen Brei 🙂