Dem Einheitsbrei wurden auf diesem Blog schon einmal ein paar Worte gewidmet.
Im Gegensatz zu diesem öden Zustand, in dem es „Zu viel vom Gleichen“ gibt und man sich nach etwas mehr Aufregung, nach einem Durchbrechen von Mustern sehnt, kommt der Gedankenbrei ein wenig wie der Gegenpol zum Einheitsbrei daher. Er ist laut, wirbelig und kostet ganz schön viel Energie.
Daraus erwächst das Bedürfnis, sich zu sortieren, den Brei einmal in seine Bestandteile zu zerlegen und die Zutat herauszufinden, die dem Brei einen möglicherweise bitteren Beigeschmack gibt, ein flaues Gefühl in der Magengrube hinterlässt und welche die ansonsten recht ausbalancierte Mixtur merklich stört.
Auf Basis dieser Erkenntnis kann die Rezeptur dann angepast werden. Diese Modifikation zaubert einem vielleicht noch keine durchgestylte Hipster-Bowl auf den Tisch, aber immerhin kann man sich auf ein gut verdauliches Schüsselchen voll wärmender, neuer Energie freuen.
In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, ob es mir beim Brei, dem ich unter anderem diesen Blog gewidmet habe, eigentlich (noch) um den essbaren Brei geht. Oder aber ob mittlerweile Gedankenbrei und dessen Verarbeitung nicht viel mehr der Kern des ganzen Projektes ist.
Das Schreiben (z.B. von Briefen) wird dann zum Medium, das dafür bestimmt ist, diesen „Gedankenbrei“ aufzulösen.
Die Gedanken sind Brei. Doch Schreiben bringt Klarheit.
Das gilt zumindest schon immer für mich…
Und wie ist das bei euch? <3
